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PKW ANHÄNGER HERSTELLER - IMPORT - EXPORT - VERKAUF

Elektrische Anlage

Die elektrische Anlage im Anhänger ist ein zentraler Bestandteil für die Sicherheit im Straßenverkehr. Sie sorgt dafür, dass alle Licht- und Signalfunktionen ordnungsgemäß mit dem Zugfahrzeug verbunden sind und zuverlässig funktionieren. Eine fehlerhafte oder beschädigte Elektrik kann schnell zu Bußgeldern oder gefährlichen Verkehrssituationen führen – daher ist regelmäßige Kontrolle und Pflege unverzichtbar.

 

1. Bestandteile der elektrischen Anlage

Die elektrische Anlage eines Anhängers besteht in der Regel aus folgenden Hauptkomponenten:

Beleuchtungseinrichtungen:
Rücklichter, Bremslichter, Blinker, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler.
Steckdose und Stecker:
Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Anhänger (meist 7-polig oder 13-polig).
Leitungen und Kabelbaum:
Verantwortlich für die Übertragung des Stroms zu allen Leuchten.
Zusätzliche Komponenten:
Rückfahrlicht, Nebelschlussleuchte, Innenbeleuchtung (bei geschlossenen Anhängern).

2. Steckverbindungen: 7-polig oder 13-polig?

In Deutschland sind zwei Stecksysteme gängig:

7-poliger Stecker (nach ISO 1724):
Standard für einfache Anhänger ohne Rückfahrlicht. Ideal für kleine Lastenanhänger.
13-poliger Stecker (nach ISO 11446):
Bietet zusätzliche Stromkreise für Rückfahrlicht, Dauerplus oder Innenbeleuchtung – erforderlich bei modernen Anhängern, Wohnwagen oder Pferdeanhängern.

Ein Adapter ermöglicht die Verbindung zwischen 7- und 13-poligen Systemen, sollte jedoch nur vorübergehend verwendet werden.

 

3. Häufige Probleme in der Anhängerelektrik

Fehler in der elektrischen Anlage treten häufig durch Korrosion, Feuchtigkeit oder Wackelkontakte auf. Typische Anzeichen:

Blinker oder Bremslicht funktionieren nicht.
Rücklichter leuchten schwach oder flackern.
Sicherungen im Zugfahrzeug brennen durch.
Fehlermeldung im Bordcomputer (bei neueren Fahrzeugen mit CAN-Bus-System).

In solchen Fällen sollte zuerst die Steckverbindung gereinigt und auf Korrosion oder Kabelbrüche geprüft werden.

 

4. Pflege & Wartung der elektrischen Anlage

Damit die Elektrik zuverlässig funktioniert, empfiehlt sich regelmäßige Wartung:

Stecker und Steckdose reinigen – am besten mit Kontaktspray.
Gummidichtungen prüfen – sie schützen vor Feuchtigkeit.
Kabel auf Brüche und Quetschungen kontrollieren.
Lampen und Fassungen regelmäßig austauschen, wenn sie Anzeichen von Rost zeigen.
Bei LED-Anlagen: auf korrekte Polung und Spannungsversorgung achten.

Tipp: Ein Abdeckkappe für die Steckdose schützt die Kontakte, wenn der Anhänger nicht im Einsatz ist.

 

5. Gesetzliche Vorschriften

Nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) §49a–§53 sind folgende Beleuchtungseinrichtungen vorgeschrieben:

Zwei Schlussleuchten (rot)
Zwei Bremsleuchten (rot)
Zwei Blinkleuchten (gelb)
Zwei Rückstrahler (rot, dreieckig)
Kennzeichenbeleuchtung
Ab einer bestimmten Größe: Nebelschlussleuchte und Rückfahrleuchte

Alle elektrischen Komponenten müssen ein E-Prüfzeichen tragen und korrekt funktionieren.

 

6. Umrüstung auf LED-Beleuchtung

Immer mehr Anhängerbesitzer rüsten auf LED-Technik um – diese bietet viele Vorteile:

geringerer Stromverbrauch
längere Lebensdauer
schnellere Reaktionszeit

Bei Fahrzeugen mit modernem Bordnetz (CAN-Bus) kann jedoch eine Fehlermeldung auftreten, wenn der Stromverbrauch zu niedrig ist. Hier helfen Widerstände oder spezielle LED-Komplettsets, die CAN-kompatibel sind.

 

FAQ – Elektrische Anlage am Anhänger


1. Warum ist die elektrische Anlage am Anhänger so wichtig?
Die Anhänger-Elektrik sorgt dafür, dass Beleuchtung, Signale und Sicherheitssysteme korrekt funktionieren. Defekte Leuchten können zu Unfällen, Bußgeldern oder Fehlermeldungen im Fahrzeug führen – daher ist regelmäßige Kontrolle Pflicht. 
2. Welche Komponenten gehören zur elektrischen Anlage eines Anhängers?
Zur Anhänger-Elektrik gehören: Rücklichter, Bremslichter, Blinker, Kennzeichenbeleuchtung, Stecker & Steckdose (7- oder 13-polig), Kabelbaum sowie ggf. Rückfahrlicht, Nebelschlussleuchte oder Innenbeleuchtung. 
3. Was ist der Unterschied zwischen einem 7-poligen und einem 13-poligen Stecker?
Ein 7-poliger Stecker eignet sich für einfache Anhänger ohne Rückfahrlicht.
Ein 13-poliger Stecker bietet zusätzliche Stromkreise, z. B. für Rückfahrlicht, Dauerplus oder Innenbeleuchtung – ideal für Wohnwagen oder Pferdeanhänger. 
4. Kann man einen Adapter zwischen 7-polig und 13-polig verwenden?
Ja, Adapter sind möglich, sollten aber nur vorübergehend eingesetzt werden, da sie zusätzliche Fehlerquellen wie Wackelkontakte oder Spannungsverluste verursachen können. 
5. Was sind typische Probleme in der Anhängerelektrik?
Häufig treten Fehler durch Korrosion, Feuchtigkeit oder Kabelbruch auf. Typische Symptome:
Blinker oder Bremslicht funktionieren nicht
Rücklichter flackern
Sicherungen brennen durch
Bordcomputer meldet Fehler (CAN-Bus)
6. Wie überprüft man die Steckverbindung richtig?
Stecker und Steckdose sollten regelmäßig auf Korrosion, Feuchtigkeit, lockere Kontakte und beschädigte Kabel geprüft werden. Eine Reinigung mit Kontaktspray verbessert die Leitfähigkeit. 
7. Wie pflegt und wartet man die elektrische Anlage am Anhänger?
Stecker & Steckdose regelmäßig reinigen
Gummidichtungen kontrollieren
Kabel auf Brüche und Quetschungen prüfen
Lampen & Fassungen bei Rost ersetzen
LED-Systeme auf korrekte Polung und Spannung kontrollieren
Tipp: Eine Schutzkappe für die Steckdose verhindert Feuchtigkeitsschäden.
8. Welche Beleuchtung ist laut StVZO vorgeschrieben?Vorgeschrieben sind:
2 Schlussleuchten
2 Bremsleuchten
2 Blinkleuchten
2 dreieckige Rückstrahler
Kennzeichenbeleuchtung
Je nach Anhängergröße zusätzlich: Nebelschlussleuchte und Rückfahrleuchte.
Alle Teile müssen ein E-Prüfzeichen besitzen.
9. Darf man die Beleuchtung auf LED umrüsten?
Ja, die LED-Umrüstung ist möglich und bietet Vorteile wie weniger Stromverbrauch, längere Lebensdauer und schnellere Reaktionszeit. Bei modernen Fahrzeugen mit CAN-Bus können jedoch Fehlermeldungen auftreten. Abhilfe schaffen Widerstände oder CAN-kompatible LED-Sets.
10. Warum flackern LED-Leuchten am Anhänger manchmal?
Flackern entsteht oft durch falsche Polung, zu geringe Last, Kontaktprobleme oder inkompatible Elektrik beim Zugfahrzeug. Spezielle LED-Widerstände oder komplette CAN-Bus-LED-Module lösen das Problem. 
11. Wie verhindert man Korrosion an der Anhängerelektrik?
Steckkontakte trocken halten, regelmäßig mit Kontaktschutz behandeln und den Anhänger möglichst unter Dach lagern. Feuchtigkeit ist die häufigste Ursache für Rost und Elektrikfehler.